Description
Die Konzentration in der Wirtschaft der groBen westlichen Industrie Hinder nimmt zu: Die Obernahme der Gasolin AG durch die Aral AG, die Fusion der August-Thyssen-Hutte AG mit der Mannesmann AG, der Erwerb einer Beteiligung von der Philips GmbH an der Bauknecht GmbH und die Kooperation von Krupp und Hitachi (Japan) waren nur einige der zahlreichen Beispiele in der Bundesrepublik 1971172. Konzentrationstendenzen gibt es nicht nur im Bereich der Unternehmun gen. Auch die Konzentration der Einkommen und Vermogen wachst. In der Bundesrepublik begunstigte bereits die Wahrungsreform 1948 die Eigentumer von Sachwerten; zum Wirtschaftswunder der SOer Jahre trug bei, daB der Staat die Investitionsneigung der Unternehmer durch Steuergesetze forderte, die die Vermogensbildung der Besitzenden und da mit die Vermogenskonzentration erleichterten. Auch nach dem Abbau der steuerlichen Pr1imien fur die Selbstfinanzierung von Investitionen hielt der Trend zur Konzentration des Vermogens bei den Beziehern hoher Ein kommen, vor allem bei selbstandigen Unternehmern, aber auch bei den Spitzenverdienern unter den freiberuflich Tatigen, an. Die bisherigen MaBnahmen zur Forderung der Vermogensbildung in Arbeitnehmer hand, von denen das Bausparen noch am wirksamsten war, konnten diese Entwicklung nicht aufhalten. Setzen sich die gegenwartigen Ten denzen noch ein Jahrzehnt fort, so ist in der westdeutschen Einkommens und Vermogensverteilung eine ahnlich krasse Ungleichheit zu erwarten, wie sie heute schon in den USA besteht, wo 2,5 Ofo der Haushalte zwei Drittel des gesamten in der Wirtschaft investierten Kapitals besitzen und die Masse der Einkommensbezieher lediglich einen hohen Konsum auf rechterhalten, jedoch nicht Vermogen bilden kann (1). Vorbemerkung zur dritten, neubearbeiteten Auflage.- Einfhrung.- Macht, Konkurrenz und Demokratie.- Vorwarnung fr konomen.- I. Die Problematik.- II. Konzentration und Wirtschaftssystem.- III. Die Vielgestaltigkeit des Phnomens.- IV. Vertikale, horizontale und diagonale Konzentrationen.- V. Wirtschaftliche Macht.- 1. Macht durch Marktbeherrschung.- 2. Macht gegenber Abhngigen.- 3. Macht durch Vereinigung konomischer und auerkonomischer Funktionen.- VI. Angebots- und Nachfragemacht.- VII. Macht und Recht.- VIII. Macht ohne Naturgesetz.- IX. Die auerkonomische Bedeutung der Macht.- X. Bundesregierung und Konzentration.- XI. Die Vorteile der Unternehmenskonzentration.- XII. Internationale Konkurrenz und internationale Kartelle und Konzerne.- XIII. Konzentration ohne Kontrolle.- Anmerkungen.- Die Amerikaner in Europa: Auen- und wirtschaftspolitische Aspekte der Expansion amerikanischer Unternehmen in der EG.- I. Vorbemerkung.- II. Die Interdependenz von Auen- und Wirtschaftspolitik: Zum Begriff der Reziprozitt des europisch-amerikanischen Verhltnisses.- III. Die Expansion amerikanischer Unternehmen in Europa: Rolle und Funktion multinationaler Konzerne in der EG.- IV. Innenpolitische Folgen und Aspekte.- V. Auenpolitische Folgen und Aspekte.- VI. Wirtschaftliche Interessen, Sicherheits- und Auenpolitik.- VII. Anhang: Tabellen.- Anmerkungen.- Steuern und Konzentration.- 1. Steuern und Wirtschaft.- 2. Konzentration.- 3. Wirkung der Steuern auf die verschiedenen Unternehmensgren.- a) Verwendung des Steueraufkommens.- b) Der Steuerdruck.- c) Die Verauslagung von Steuern und ihre Vorauszahlung.- d) Die Doppelbelastungen der Wirtschaft.- e) Der Gewinn als Bemessungsgrundlage.- f) Die steuerliche Vermgensbindung.- 4. Die Steuerberwlzung.- 5. Das Steueroasenproblem und die internationalen Unternehmen.- 6. Die einzelnen Steuerarten.- a) Die kumulative Umsatzsteuer.- b) Die Mehrwertsteuer.- c) Die Kapitalverkehrsteuer.- d) Die Erbschaftsteuer.- e) Die Vermgensteuer.- f) Die Gewerbesteuer.- g) Die Einkommensteuer.- h) Die Krperschaftsteuer.- 7. Schlubemerkung.- Wettbewerb, Konzentration und die Frage der Kontrolle der Marktmacht.- Die unzureichende Wirksamkeit der Gleichgewichts- und Ordnungskrfte fr den optimalen Ablauf der Wirtschaft.- Die Sicherung des Wettbewerbs durch das GWB im Licht der Kritik.- Die Kontrolle der Marktmacht.- Anmerkungen.- Die politischen Auseinandersetzungen um die Novellierung des GWB.- Die Auseinandersetzungen um das Gesetz von 1957 und seine nderung von 1966.- Die Auseinandersetzungen um die Novellierung des GWB whrend der Regierungszeit der Groen Koalition.- Die Auseinandersetzungen um die Novellierung des GWB whrend der ersten sozial-liberalen Koalition 1969-1972.- Erarbeitung der beiden Referentenentwrfe.- Die Stellung des Wissenschaftlichen Beirates beim BMWF und des Sachverstndigenrates zur Kartellgesetznovelle.- Die Stellung der parlamentarischen Gremien zur Kartellgesetznovelle.- Einflsse auf die Novellierung des GWB durch das Bundeskartellamt.- Einflsse der Parteien auf die Kartellgesetznovelle.- Einflsse auf die Gestaltung des GWB durch die Verbnde.- Die Auseinandersetzung um die Kartellnovelle in der 7. Legislaturperiode.- Zusammenfassung.- Anmerkungen.- Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Grobetrieb – Schranke gegen den Mibrauch wirtschaftlicher Macht?.- Vorbemerkungen.- Ebenen eines mglichen Machtmibrauchs.- Betriebliche Macht.- Wirtschaftliche Macht.- Politische und gesellschaftliche Macht.- Mitbestimmung als Schranke gegen den Mibrauch wirtschaftlicher Macht.- Gesetzliche Voraussetzungen und Begriffsbestimmung.- Verhinderung von Konzentrationsbestrebungen.- Konkrete Einflunahme auf den einzelnen MachtebenenBetriebliche Macht – betriebliche Mitbestimmung.- Wirtschaftliche Macht – unternehmerische Mitbestimmung.- Politische und gesellschaftliche Macht – gesamtwirtschaftliche Mitbestimmung.- Effektivere Kontrolle durch Ausweitung der Mitbestimmung.- Anmerkungen.- Lohnpolitik – Korrektiv der Einkommens- und Vermgenskonzentration?.- Die Einkommensverteilung als Ursache der Vermgenskonzentration.- Produktivittsorientierte gegen expansive Lohnpolitik.- Erweiterung der Lohnpolitik durch Beeinflussung der Einkommensverwendung: Ein Ausweg aus der Sackgasse?.- Anmerkungen.- Die Vermgenskonzentration und mgliche Gegenmanahmen.- Der Stellenwert der Vermgensproblematik.- Zur Vermgensverteilung in der BRD.- Was ist Vermgen? – Zur Problematik des Begriffsumfanges.- Das statistische Material.- Ursachen und Gefahren der Vermgenskonzentration.- Zielprobleme einer Vermgenspolitik.- Vermgenspolitische Instrumente.- Investivlohn.- Ertragsbeteiligung.- Steuerliche Manahmen.- Realisierungschancen – die Positionen von Veranden und Parteien.- Die Gewerkschaften.- Die Arbeitgeber.- Die Parteien.- Zusammenfassung: Wichtige Probleme.- Anmerkungen.- Personenregister.- Verzeichnis der Autoren.



