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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich VWL – Umweltkonomie, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universitt Heidelberg (Volkswirtschaftslehre), Veranstaltung: Seminar: Bevlkerungsentwicklung und Umweltprobleme, Sprache: Deutsch, Abstract: Am Beginn des 21. Jahrhunderts befindet sich die Welt im Wandel. Die alle Lebensbereiche umfassende Globalisierung stellt die Menschheit vor neue Herausforderungen, verlangt neue Denkanstze und Lsungen. Im zusammenwachsenden Europa gibt es schon heute einen gemeinsamen Arbeitsmarkt, der immer flexibler wird. Von den Menschen erfordert dies u. a. einen wachsenden Grad an Mobilitt. Ein Wandel ist aber auch im Umweltbereich zu spren. Vermehrt auftretende Naturkatastrophen scheinen bereits erste Folgen einer langfristigen Klimavernderung zu sein, Ozonlcher die einer berhhten Schadstoffproduktion. In dieser Arbeit sollen speziell die Auswirkungen untersucht werden, die die Mobilitt von Haushalten in Form von Aus- und Einwanderungen (Migration) und Umweltprobleme aufeinander haben. Neuere konomische Modelle versuchen, gerade dem komplexen Geflecht aus Wanderungsbewegungen und Umweltproblematik Rechnung zu tragen und betonen die gegenseitigen Abhngigkeiten. So kann man sich etwa vorstellen, dass eine kologische Verarmung der lndlichen Umwelt zu Landflucht fhrt, woraufhin die Verstdterung dann wiederum etwa durch Bildung von Slums die Umweltbelastung erhht. Auch kann Migration eine Folge der Zerstrung herkmmlicher Lebensrume durch Bodenerosion oder Naturkatastrophen sein. Mittlerweile flchten mehr Menschen vor Naturkatastrophen als vor politischen Konflikten aus ihrer Heimat. Die Zahl solcher “Umweltflchtlinge” wird weltweit auf 25 Millionen geschtzt. In Mittelamerika ttete der Hurrikan Mitch 1998 etwa 10.000 Menschen. Indonesien wurde von der schwersten Drre seit 50 Jahren heimgesucht, und 180 Millionen Chinesen waren von einer Flutkatastrophe betroffen. Andererseits verursacht Migration aber durch Nomadismus oder das Abholzen von Wldern auch selbst wiederum Umweltprobleme. Versteht man Migration zunchst allgemein als Mobilitt von Haushalten, kann man auf eine reichhaltige Literatur zurckgreifen, in der Wanderungsbewegungen besonders im Hinblick auf finanzwissenschaftliche Probleme wie die Erzielung eines effizienten Angebots an ffentlichen Gtern untersucht wird. Im zweiten Abschnitt wird anhand von zwei ausgewhlten Arbeiten auf diesen Modellrahmen nher eingegangen. Er bietet allerdings u. a. den Nachteil, Migration selbst nur als Folge und nicht auch als Ursache von Umweltproblemen begreifen zu knnen. Als eigentlicher Kernpunkt dieser Arbeit wird dann im dritten Abschnitt ein neuerer Ansatz behandelt, der Mobilitt von Schadstoffen und Haushalten gleichberechtigt und sich gegenseitig bedingend gegenberstellt und so gezielter auf die engen Wechselwirkungen von Migrations- und Umweltproblemen eingeht.




